Logo Vogelpark

Der Vogelpark

Geschichte

Herzlich willkommen im Vogelpark Turnersee. Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Vögel und erleben Sie hautnah einen große Vielfalt exotischer und heimischer Vögel. Bei uns finden Sie einen immens großen Artenreichtum von Wasservögeln, Greifvögeln, Hornvögeln, Papageien und vielen anderen.

In unserem Vogelpark  können Sie viele faszinierende und wunderschöne Papageienarten beobachten, wie zB.  Sittiche, Kakadus, Edelpapageien, Amazonen, Loris und natürlich auch  die Größten unter den Papageien - die Aras. Eine der Attraktionen in unserem Park sind zahme Papageien, die sich von den Besuchern auf den Arm nehmen und gerne füttern lassen

Aufgrund der hervorragenden Pflege und Haltungsbedingungen gelingen uns regelmäßig Erst- und Nachzuchten selbst seltenster Arten.  Speziell für unsere Nachzuchten haben wir eine Aufzuchtstation eingerichtet, so können sie hautnah die Aufzucht von Jungevögeln beobachten.

In unserem auch für Behinderte gut begehbaren und befahrbaren Areal finden sich über 1000 Nachzucht- Tiere aus etwa 340 Arten. Wobei alle Vögel entsprechend unserem Leitsatz folgend, nicht  der freien Natur entnommenen wurden. Die größte Teil der bei uns gepflegten Vögel stammen aus unserer eigenen Nachzucht

 

Der Park

Die Vögel

Volieren

Streichelzoo

Spielplatz

Öffnungszeiten

Anfahrt

Kontakt

Shop

Links

Home

Impressum

Tukane & Arassaris

Pfaue

Turakos

Taubenvögel

Hornvögel

Prachtfinken

Papageien

Greifvögel

Wasservögel

Tukane und Arassaris

Fischertukan

Tukane sind mittelgroße bis große, kurzflügelige und relativ langschwänzige Vögel mit 35-65 cm Körperlänge. Das auffälligste Merkmal ist der riesige, aber leichtgewichtige, am Rand gesägte und prächtig gefärbte Schnabel. Das Gefieder weist bei vielen Arten knallig bunte Farben auf, die oft mit glänzend schwarzen Gefiederpartien kontrastieren. Sehr häufig sind Gelbtöne zu finden.

Fischertukan

Die Tukane kommen in den tropischen Regionen von Mittel- und Südamerika vor. Sie sind vom südlichen Mexiko bis ins südöstliche Brasilien und in die Provinz Misiones im nordöstlichen Argentinien verbreitet, wo noch die Suptropen erreicht werden.

Die Familie der Tukane umfasst 6 Gattungen und 41 Arten.

Die Tukane ernähren sich vorwiegend von Früchten, nehmen aber auch Insekten, Spinnen und sogar kleine Reptilien zu sich. Manchmal rauben sie auch Vogelnester aus. Tukane leben monogam und nisten in Baumhöhlen. Beide Geschlechter sehen gleich aus. Das Weibchen legt 2-4 weiße Eier. Die Eier werden 2-3 Wochen lang bebrütet. Die Jungvögel sind nach 6-9 Wochen flügge. Beide Eltern kümmern sich um den Nachwuchs.

Rotschnabeltukan

Rotschnabeltukan

Arassari

Drei Unterarten  der Tukane (Ramphastidae) werden auch als  Arassaris oder "Kleine Tukane" bezeichnet. Mit einer Gesamtlänge zwischen 30-48 cm sind sie kleiner als die Vertreter der anderen Gattungen der Tukane, die mit einer Gesamtlänge bis zu 60 cm als "große Tukane" bezeichnet werden.

Man unterscheidet die Grünarassaris [Aulacorhynchus), die Kurzschnabel-Arassaris [Selenidera) und die Schwarzarassaris [Pteroglossus). Das Verbreitungsgebiet der Arassaris umfasst Mittelund Südamerika. Als Nahrung werden in der Literatur hauptsächlich Früchte, aber auch Insekten und kleine Wirbeltiere angegeben.

Arassari

Schwarzkehlarassari

Alle Tukanarten sind wie Papageien Höhlenbrüter. In der Regel werden 2 bis 4 Eier in Baumhöhlen gelegt. Bei den kleineren Arassaris beträgt die Brutzeit etwa 16 Tage, bei den Tukanen dauert es einige Tage mehr. Zum Schlafen legen diese interessanten Vögel ihren Schnabel auf den Rücken und klappen den Schwanz hoch.

Im Vogelpark Turnersee werden die Tukane mit viel verschiedenem Obst, pelletiertem Hunde- oder Katzenfutter und einem Universal-Insektenfutter gefüttert.

Schwarzkehlarassari

Turako

Turakos

Die farbenprächtigen Turakos sind mittelgroße Vögel, die eine Größe von 36 bis 75 Zentimeter erreichen.Sie besitzen im Verhältnis zum Körper kurze, abgerundete Flügel, die deutlich kürzer als die Schwanzfedern sind. Der relativ lange Schwanz ist am Ende abgerundet und teilt sich in zehn steifschaftige Steuerfedern ein. Ihre Schnäbel sind kurz und kräftig. Bei einigen Arten ist der Schnabel seitlich stark zusammengedrückt, zur Schnabelspitze stark abgerundet und an der Schnabelwurzel ziemlich hoch. An den Schneiden ist der Schnabel bei einigen Arten stark sägeartig gezähnt.

Innerhalb ihrer Art unterscheiden sich Männchen und Weibchen nicht in der Farbe und Größe.

Turako

Turako Pärchen

Viele Arten haben eine Federhaube auf dem Kopf. Ihr Gefieder ist meist metallisch grün und blau mit roten bis dunkelroten Schwungfedern Außergewöhnlich ist das Vorhandensein der zwei Farbstoffe "Turacin" und "Turacoverdin".

Beide Farbstoffe wurden nach den Turakos benannt, da sie bisher nirgendwo im Tierreich vorgefunden wurden. Der rote kupferhaltige Farbstoff "Turacin" verleiht den Schwungfedern und bei manchen Arten den Federhauben ihre rote bis dunkelrote Farbe. Die grüne Befiederung kommt von dem grünen Farbstoff "Turacoverdin". Andere Farben, wie zum Beispiel Blau, kommen wie bei den Wasserfarben durch Vermischung der Farbstoffe zustande

Turako Pärchen

Die etwa 40 cm großen, langschwänzigen und zumeist mit einem Federschopf versehenen Vögel sind überwiegend grün oder blau gefärbt. Im Flug erkennt man sehr schön die leuchtend roten Schwungfedern. Turakos sind Waldbewohner, die sich sehr geschickt und perfekt getarnt in den Bäumen bewegen, wodurch sie nur schlecht zu beobachten sind.

Die attraktiven Vögel sind in Gefangenschaft nicht schwer zu züchten. Die 2-3 rundlichen, weißen Eier werden in etwa 19-21 Tagen ausgebrütet. Die Jungvögel wachsen sehr schnell heran und verlassen schon bald das Nest. Das Nest ist ein lockerer Bau aus Zweigen, der in Büschen oder Bäumen angelegt wird. In Volieren werden aber auch Holzkisten zur Brut angenommen

Sie ernähren sich überwiegend von pflanzlicher Kost. Zu ihrer Nahrung gehören Beeren, Samen, Früchte, junge Triebe und Insekten. Die Samen der Früchte werden zum größten Teil unverdaut wieder ausgeschieden. Dem falsch gewählten Namen Bananenfresser werden die Vögel nicht gerecht. In Gefangenschaft nehmen sie zwar auch geschnittene Bananenstücke an, jedoch wurde in freier Wildbahn noch nie beobachtet, dass Turakos sich von Bananen ernähren.

Im Vogelpark Turnersee werden die Turakos mit einem speziellen Trockenfutter, Feigen, Bananen, Äpfel und diversen Südfrüchten gefüttert.

Turako

Hornvögel

Hornvogel

Die Nashornvögel (Bucerotidae), manchmal auch nur Hornvögel genannt, sind eine Familie der Vögel, die in den Tropen Asiens und Afrikas beheimatet ist. Zu den Nashornvögeln gehören über 50 Arten. Vier Arten sind stark vom Aussterben bedroht.

Alle Nashornvögel nisten in Baumhöhlen. Das Weibchen wird bis auf ein kleines Loch „eingemauert“, wodurch die Nachkommen zwar weitestgehend vor Nesträubern geschützt sind, allerdings das Männchen bis zum Flüggewerden der Jungen allein für die Nahrungsversorgung zuständig ist

Namensgebend ist der große, meist gebogene Schnabel, der außer bei den Tokos einen wulstigen Aufsatz besitzt. Dieses „Horn“ ist meist hohl oder besteht aus lockerem Knochengewebe, nur bei dem Schildhornvogel (Buceros vigil) ist dieses Horn massiv. An Kopf und Hals finden sich nackte, auffallend gefärbte Hautteile. Weitere Charakteristika sind der langgestreckte Körper, ein langer Hals sowie kurze und breite Flügel. Der lange Schwanz trägt zehn Schwanzfedern.

Das Verbreitsgebiet der Hornvögel befindet sich in Afrika und weiten Teilen Asiens.  Ihre Größe variiert zwischen 30 cm bei den afrikanischen Tokos, bis zu 165 cm beim südostasiatischen Schildhornvogel, der auch mit seinem langen Schwanz beeindruckt.

Alle Hornvögel sind Höhlenbrüter. Nach der Eiablage verschließen die Vögel ihren Nisthöhleneingang mit Lehm, Erde und dem eigenen Kot. Durch einen kleinen Schlitz werden die Jungvögel und das Weibchen vom Männchen gefüttert. In dieser Zeit macht das Weibchen eine Schnellmauser durch, wodurch sie für kurze Zeit flugunfähig ist

Hornvogel

Die Haltung von Hornvögel bleibt meist Vogelparks und Tiergärten vorbehalten, da sie sehr geräumige Volieren benötigen. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Obst und Früchten, von denen sie bis zu einem halben Kilo am Tag verschlingen. Sie verschmähen aber auch größere Insekten und Mäuse nicht. Von den afrikanischen Hornvögeln werden bei uns der Keulen-, der Grauwangen- und der Silberwangenhornvogel gehalten.

Bei den aus südostasien stammenden Papua-Hornvogel konnten bei uns schon Jungvögel aufgezogen werden.

Papageien

Graupapagei

Die Ordnung umfasst rund 350 Arten mit rund 850 Unterarten. Der Verbreitungsschwerpunkt der Arten liegt in den Tropen und Subtropen, wobei auf den Südkontinenten jeweils das Südende der Landmassen erreicht wird. Die in diesen Gebieten lebenden Papageien, besonders in der Australien und in Südamerika, sind entsprechend an Kälte angepasst.

Gemeinsame Merkmale aller Papageienvögel sind: ein Kletterfuß, bei dem zwei Zehen nach vorn und zwei Zehen nach hinten gestellt sind (Zygodactylie), und der Papageienschnabel. Mit diesem Fuß führen viele Papageienarten Nahrung zum Schnabel, was nur in Ausnahmefällen in anderen Vogelgruppen vorkommt. Das zweite wichtige Merkmal ist der Papageienschnabel, der eine Vielzahl von Aufgaben (Knabbern, Knacken, Halten, Aufschneiden, Aufnehmen von Nektar ...) besitzt und sehr variabel eingesetzt wird. Nektarfressende Papageien wie Lories besitzen oft eine Pinselzunge, die zur Aufnahme von Flüssigkeit gut geeignet ist. Der Papageienschnabel ist eine hochabgeleitete Schnabelform.

Papagei Papagei Ara Papagei papagei

Die in Süd- und Mittelamerika beheimateten 30 bis 90cm großen Aras haben nackte Kopfseiten, die meistens teilweise mit Reihen kurzer Federn besetzt sind. Als weitere augenscheinliche Merkmalefallen bei den farblich attraktiven Tieren der lange gestufte Schwanz und der eindrucksvolle Schnabel auf. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt. Die Aras bewohnen unterschieliche Lebensräume in den Tropen und den Subtropen und leben gerne in den von Flüssen durchzogenen Hügellandschaften.

Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus den Nüssen verschiedenster Palmenarten. Des weiteren verzehren die Vögel reichlich Baumfrüchte, Beeren, Knospen und grüne Pflanzenteile.Sie fliegen schnell mit ruhigem Flügelschlag. Ausgenommen der Brutpaare nächtigen diese stattlichen Vögel auf hohen sogenannten Schlafbäumen, die ihnen Sicherheit vor Gefahren bieten. Die Stimme der Aras ist sehr laut.

 

Loris Loris Sittiche Wellensittiche

Eine eigene Gruppe unter den Papageien bilden die Loris oder Pinselzungenpapageien. Wie der Name schon sagt, besitzen sie eine pinselförmige Zunge, mit welcher sie in freier Wildbahn Blütennektar aufnehmen können. Gleichzeitig bestäuben sie die Blüten. Sie haben also eine wichtige Aufgabe in der Natur. Im Vogelpark Turnersee geht es den 15 Loriarten gut. 1991 haben sie ein neues Haus bekommen, dessen Innenraum beheizbar und besonders isoliert ist. Als Futter erhalten sie vorwiegend Babynahrung und einen Spezialbrei den wir selbst herstellen, sowie reichlich frisches Obst.

Die Kakadus sind innerhalb der Familie der Papageien aufgrund verschiedener Merkmale eine deutlich abgegrenzte Gruppe. Die Familie umfasst 6 Gattungen und 21 Arten. Äußerlich fällt dabei die aufstellbare, sehr unterschiedlich gestaltete Haube besonders auf. Sie wird nach der Landung, bei Erschrecken und Aufregung sowie während der Balz aufgerichtet.

Kakadus sind mit 30–46 cm Länge mittelgroße bis große Papageien. Wie alle Papageien besitzen auch die Kakadus einen charakterischen Hakenschnabel, in dem eine beträchtliche Kraft steckt. Ihre Füße haben 4 Zehen, von denen zwei nach vorn und zwei nach hinten zeigen.

Sie kommen wild nur in Australien und auf einigen benachbarten Inseln und Inselgruppen  sowie in Indonesion, von Sulawesi und Lombok nach Osten, und auf den Philippinen vor.

Kakadu

Außerhalb der Brutzeit leben die Kakadus gesellig, in Kleingruppen oder in großen Schwärmen mit mehreren hundert Tieren. In Australien gelten die Kakadus als große Schädlinge, wenn sie in Schwärmen in Getreidefelder einfallen und diese plündern.

Die meisten Kakadus haben eine sehr laute Stimme. Sie können recht unterschiedliche Geräusche hervorbringen, von Krächzen und Kreischen bis zu Pfiffen, und ahmen auch Geräusche wie Telefonklingeln oder die menschliche Stimme nach. Kakadus pflanzen sich nach neuesten ornitologischen Erkenntnissen als einzige Papageienart nicht unbedingt monogam fort, wie die meisten Papageien mit oft sehr starker Paarbindung. Sie wechseln oft nach 1–2 Brutpflegen den Partner. Somit stellt sich häufig das Problem in der Haushaltung, dass Hähne zu Aggressionen neigen, und Hennen zum Federrupfen. Aggressionen der Hähne (die oft zum Tod oder zur Verstümmelung der Hennen führt) richten sich nicht nur gegen die Hennen, sondern oft auch gegen den Halter.

 

Kakadu Pärchen
Kakadu

Weitere Merkmale der Kakadus sind der Besitz einer Gallenblase und eine besondere Federstruktur, die Puderdunen. Als einzige Vogelart sondern die Federn bei Kakadus einen feinen Staub ab, der das Gefieder pflegt und schützt. Das Gefieder ist weiß, grau, schwarz oder rosa gefärbt, bei manchen Arten auch mit kleineren gelben oder roten Partien. Auch die Spezies der Nymphensitticher zählt man heute zu den Kakadus, Gemeinsamkeiten sind das Häubchen, die Puderdunen und das Brutverhalten.

Kakadus laufen mit watschelndem Gang und führen mit dem Fuß Futter zum Schnabel. Sie ruhen und schlafen immer auf einem Bein und Abends suchen sie stets dieselben Schlafplätze auf.Intensive Sonneneinstrahlung über längere Zeit mögen die Vögel nicht, dafür baden sie sehr gerne im Regen und lieben es durch nasses Blätterdsach zu fliegen und kopfüber an einem Ast zu hängen, um so besser durchnässt zu werden. Die Gefiederpflege nimmt bei den Kakadus einen hohen Stellenwert ein.

Wasservögel

Wasservogel

Als Wasservögel werden verschiedene Vögel aus nicht näher miteinander verwandten Gruppen bezeichnet, die häufig auf oder im Wasser schwimmend anzutreffen sind und dazu Anpassungen wie Schwimmhäute an den Füßen besitzen.

Alle Entenvögel sind in mehr oder weniger starkem Maßen an ein aquatisches Leben angepasst. Ihr langer, breiter Körper gibt ihnen beim Schwimmen Auftrieb und die Füße sind mit Schwimmhäuten versehen und setzen weit hinten am Körper an, wodurch der Gang an Land etwas unbeholfen wirkt. Doch Entenvögel sind beim Laufen längst nicht so unbeholfen wie viele Seevögel.

Die Familie der Entenvögel (Anatidae) ist die artenreichste aus der Ordnung der Gänsevögel (Anseriformes). Sie umfasst 47 Gattungen und etwa 150 Arten. Zu dieser Gruppe gehören so bekannte Typen von Wasservögeln wie die Enten, Gänse und Schwäne. Der Hals ist oft auffällig lang - vor allem bei den Gänsen und Schwänen, aber auch bei vielen Enten. Die Größe der Entenvögel reicht von 30 cm (Zwergenten) bis 180 cm (Trompetenschwan), das Gewicht liegt zwischen 230 g und 22,5 kg.

Das Gefieder ist sehr dicht und wird mit dem Sekret der gut entwickelten Bürzeldrüse regelmäßig eingeölt, um es wasserdicht zu machen. Viele Entenvögel sind außerordentlich farbenfroh.

Entenvögel schwimmen mit abwechselnden Schlägen der Füße. Sie können auch tauchen, doch nutzen sie diese Fähigkeit sehr unterschiedlich. Manche tauchen nur im Notfall, andere Arten, wie die Tauch-, Meer- und Ruderenten, tauchen bei der täglichen Nahrungssuche. Sie können bis zu einer Minute unter Wasser bleiben und dabei enorme Tauchtiefen erreichen.

Wasservogel
Kranich

Kraniche sind große, langbeinige und langhälsige Vögel. Anders als die ähnlich aussehenden, aber nicht näher verwandten Reiher, fliegen Kraniche mit ausgestrecktem Hals. Sie unterscheiden sich desweiteren vom Reiher auch durch ihren kürzern Schnabel und sind zumeist auch größer. Ausgewachsene Vögel werden bis zu 1,15 Metern lang und 1,20 m hoch. Die Weibchen bleiben in der regel meist etwas kleiner als die Männchen.

Die Flügelspannweite eines ausgewachsenen Kranichs beträgt bis zu 2,40 Metern und ihre Beine reichen ausgestreckt im Flug über ihren Schwanz hinaus. Das Gewicht ausgewachsener männlicher Tiere beträgt bis zu 7 Kilogramm, Weibchen sind etwa ein Kilogramm leichter. Kraniche verfügen über ein Repertoire verschiedener Rufe, die für das Sozialverhalten von großer Bedeutung sind. Der Kontaktruf der Küken etwa, äußert sich in einem sanft trillernden Ton, wobei sie bei Erregung ein lautes, pfeifendes Piepsen von sich geben. Vertreter der Kraniche lassen sich auf allen Kontinenten der Erde, ausgenommen der Antarktis und Südamerika, finden. In Südamerika füllen Rallenkraniche die Lücke, die aber nicht zu den echten Kranichen gehören, sondern eine eigene Unterordnung bilden.

Pfaue

Pfau

Der Pfau ist der größte altweltliche Hühnervogel und gehört zur Familie der Fasanenartigen. Die Männchen tragen einen verlängerten Schwanz, die sogenannte Schleppe, die aus etwa 150 Federn besteht. Bei diesen Federn handelt es sich um die Oberschwanzdeckfedern, die länger werden als die Steuerfedern.

In den Oberschwanzdecken des Pfaues sind keine Farbpigmente eingelagert, sondern nur Luftkammern. Die schillernden der Gefieders kommen allein durch die unterschiedliche Lichtbrechung in diesen Luftkammern zustande. Würde man diese Luftkammer zerstören, wären die Federn nur noch dunkelgrau.

Die Augen am Ende dieser Federn sind nicht nur dazu da, Weibchen zu beeindrucken, sondern vor allem auch dazu, Fressfeinde abzuschrecken, indem sie die Augen von großen Säugetieren imitieren.

 

Weisser Pfau

Der weibliche Pfau hat keine verlängerten Schwanzfedern, jedoch tragen beide Geschlechter eine kleine Federkrone auf dem Scheitel. Die meiste Zeit des Jahres leben Pfaue in losen Familienverbänden mit mehreren Hähnen und Hennen und Jungtieren zusammen.

Während der Balz, in ihrem Verbreitungsgebiet zur Regenzeit, richten die Pfauenhähne ihre Schleppen auf und schlagen ihr Rad imposantes Rad. Um die Weibchen zu beeindrucken, drehen sie sich so balzend langsam um ihre eigene Achse. Ist eine Henne paarungsbereit sucht sie sich schließlich ihren Favoriten aus. Bevor der Hahn jedoch eine Henne begattet, faltet er seine Schleppe wieder zusammen.Männliche Vögel entwickeln erst zum Ende des zehnten Lebensjahres das Gefieder, das sie als ausgewachsene Vögel tragen. Die Schleppe bildet sich allerdings erst ab dem elften Lebensjahr, sie wächst noch, bis der Pfau zwölf bis fünfzehn Jahre alt ist.

Jede Henne legt etwa fünf Eier in ein in den Büschen verstecktes Nest, brütet diese aus und füttert die Jungen. Der Hahn kümmert sich nicht mehr weiter um seine Nachkommen.

Britischen Zeitungsberichten zufolge lassen sich Pfauenmännchen in der Paarungszeit auch von hennenähnlichen Geräuschen, wie dem Klicken einer Tankzapfsäule, anlocken und schlagen vor dieser ihr Rad. Asiatische Pfauen leben in den Regenwäldern von Ostasien, Südostasien und Südasien. In Indien werden Pfaue sehr geschätzt, da sie die giftigen Kobras vertreiben und vor Großkatzen warnen.

Taubenvögel

Taube

Die Ordnung der Taubenvögel (Columbiformes) umfasst nur die Familie der Tauben. Zu dieser Ordnung gehören 67 Gattungen mit etwa 300 Arten, von denen elf mittlerweile ausgestorben sind. Der Dodo und die amerikanische Wandertaube sind die bekanntesten ausgestorbenen Vertreter dieser Ordnung.

Die Vögel dieser Ordnung haben ein schlichtes bis tropisch buntes Gefieder. Viele Arten haben auffallende Abzeichen oder haben insbesondere an Kopf, Hals und in den Flügeln Strukturfedern mit Metallglanz. Eine Unterscheidung der Geschlechter anhand der Gefiederfarbe ist bei dieser Ordnung im Regelfall nicht möglich.

Alle Arten haben einen kräftig entwickelten Kropf, der als Nahrungsspeicher, zum Vorquellen der Nahrung und zur Bildung der Kropfmilch dient. Einige Arten haben noch einen rudimentären Blinddarm, bei vielen Arten ist dieser dagegen völlig verschwunden.

Tauben finden zwar welweite Verbreitung, haben ihren Vorkommensschwerpunkt jedoch im indoaustralischen Gebiet. Sie fanden im Laufe der Evolution Anpassung an alle Lebensräume, mit Ausnahme der Arktis und der Antarktis. Die Arten, die in den gemässigten Zonen anzutreffen sind, sind meist Zugvögel. Im Gegensatz dazu, sind die in den Tropen und Subtropen lebenden Tauben meist Standvögel.

Unter den Arten dieser Ordnung kommen sowohl Nahrungsspezialisten als auch Allesfresser vor. Die meisten Arten haben jedoch ein großes Bade- und Trinkbedürfnis. Die Vögel leben monogam und der Paarung gehen arttypische Balzflüge vorweg. Während der Balz präsentiert der männliche Vogel, der sogenannte Tauber, dem Weibchen (Täubin) die Schmuckfedern. Es folgt in der Regel eine Gefiederpflege sowie Schnäbeln und symbolisches Füttern.

 

Taube
Fruchttaube

Die überwiegende Zahl der Arten brütet in Bäumen oder Büschen. In der Ordnung sind jedoch auch Boden- und Höhlenbrüter vertreten. Die meisten Arten sind in der Lage, mehrfach im Jahr zu brüten. An der Brut beteiligen sich beide Elternvögel. Die Jungvögel werden anfangs mit Kropfmilch gefüttert und erhalten dann zunehmend im Kropf vorgequollene feste Nahrung.

Die Zweifarben-Fruchttaube (Ducula bicolor) ist ein großer Vogel in der Familie der Tauben. Sie hat eine Körperlänge von 38 bis 42 Zentimeter und eine Flügelspannweite von 45 Zentimeter. An den Enden der Flügel und den Schwanzfedern ist das Gefieder schwarz. Das restliche Federkleid ist weiß. Der Schnabel und die Beine sind blaugrau, die Augen dunkelbraun. Ihre Nester legen sie überwiegend auf Kokospalmen an. Ein einzelnes weißes Ei wird von dem Weibchen in das Nest gelegt, das nach etwa 26 bis 28 Tagen ausgebrütet wird. Flügge sind die Jungvögel nach etwa drei bis vier Wochen

Prachtfinken

Die Prachtfinken (Estrildidae) sind eine artenreiche Familie aus der Ordnung der Sperlingsvögel(Passeriformes). Einige Arten wie beispielsweise der Zebrafink sind bei Ziervogelhaltern und Züchtern auf Grund ihres bunten, prachtvollen Gefieders sehr beliebt. Je nach Klassifizierung werden zwischen 135 und 140 Arten dieser Familie zugerechnet, die in 33 bis 35 Gattungen eingeordnet werden.

Prachtfinken sind auffällige kleine Vögel, von friedlichem Wesen, die paarweise leben und zeitlebens zusammen halten. Die unzähligen Arten und Unterarten dieser zierlichen Vögel leben in Afrika, im südlichen Asien, in Australien und auf den Inseln des westlichen Pazifiks. In Afrika sind überwiegend die dünnschnäbligen Arten beheimatet, während in Asien und Australien die Dickschnäbligen zuhause sind.

Finken
Kardinalfink Binsenastrild Moevchen

Wie schon die verschiedenen Schnabelformen erkennen lassen, haben die Prachtfinken recht unterschiedliche Ernährungsweisen. Die dünnschnäbligen Afrikaner ernähren sich hauptsächlich von kleinen Insekten und sehr kleinen Sämereien, während die großschnäbligen Asiaten und Australier grobe Sämereien bis hin zum Getreide- und Reiskorn fressen. Auch Maden und anderes tierisches Eiweiß findet man auf ihrem Speiseplan. Prachtfinken leben, je nach Art, im lichten Wald, im dichten Gebüsch entlang der Flussufer und Wege, im weiten Grasland und in riesigen Schilfbeständen. Alle Prachtfinken bauen kugel- oder birnenförmige Nester, mit einem sehr kleinen seitlichen Einschlupf.

Finken

Bei den meisten Prachtfinkenarten zeigen Männchen und Weibchen keinen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Weibchen haben zwar mitunter ein matteres Gefieder, Männchen lassen sich eindeutig jedoch nur über den bei ihnen auftretenden Gesang identifizieren. Eine der Arten, die davon eine Ausnahme darstellt, ist der Tigerastrild, bei dem das Männchen ein rötliches Körpergefieder hat, während das Weibchen überwiegend ein graubraunes Gefieder aufweist. Der Tigerastrild ist auch die einzige Prachtfinkenart, bei der das Männchen jährlich von seinem roten Brutkleid in das schlichte graubraune Gefieder wechselt, wie es das Weibchen trägt.

Die Bestandssituation der einzelnen Prachtfinken ist sehr unterschiedlich. Grasfinken gehören beispielsweise zu den Arten, die offenbar in ihrer Bestandszahl von den durch den Menschen geschaffenen Wasserstellen in der australischen Wüste profitiert haben. Die Gouldamadine, die den Lebensraum der Eukalyptuswüste mit zwei der Grasfinkenarten teilt, ist durch die verstärkte Weidenutzung ihres Lebensraumes dagegen stark bedroht. Als bedroht gilt auch die Schwarzstrin-Papageiamadine, die Endemisch dieauf einer der Fidschi Inseln vorkommt. Sie zählt zu den in Wäldern lebenden Prachtfinkenarten und ihr Lebensraum auf der Insel Viti-Levu ist mittlerweile zu 50 Prozent zerstört

Greifvögel

Uhu

Der Begriff Greifvogel ist die heute übliche Bezeichnung für die Ordnung Falconiformes der Vögel, die früher häufig auch als „Raubvögel“ bezeichnet wurde.

Zu den Greifvögeln zählen unter anderem Adler, Bussarde, Falken ( manchmal als eigene Unterordnung von den übrigen Greifvögeln getrennt ), Geier, Habichte, Milane, Sperber und Weihen. Vertreter der Greifvögel sind mit Ausnahme der Antarktis auf der ganzen Welt anzutreffen. Zu den bekanntesten europäischen Arten gehören der Steinadler, der Turmfalke, der Mäusebussard, die Schleiereule und der Steinkauz.

Der Körper der Greifvögel ist meist kräftig und gedrungen mit einer breiten Brust. Der Rumpf ist eher kurz. Der Kopf ist groß, die Augen auch meist sehr groß. Der Hals ist kurz - nur in Ausnahmefällen verlängert - und kräftig. Der Schnabel ist kräftig, der Oberschnabel ist stark vergrößert und hat eine hakenförmig nach unten gebogene Spitze. Die Kanten des Oberschnabels sind in Anpassung an die Ernährung sehr scharf. Die Basis des Oberschnabels ist mit einer Wachshaut bedeckt. Die Beine sind meist kräftig. Die Zehen sind lang und kräftig, die Krallen sind meist groß, mehr oder weniger stark gebogen und sehr spitz.

Die Vögel dieser Ordnung haben meist einen sehr gut ausgeprägten Sehsinn. Augen von Greifvögeln haben zwei Netzhautgruben (Fovea centralis), womit sie vorwärts und seitwärts gleichzeitig binokular scharf sehen können. Ihre Sehschärfe ist je nach Gattung mindestens viermal so stark wie die des menschlichen Auges. Sie können Farben sehen. Die durchsichtigen Augenlider werden von vorne nach hinten geschlossen.

Schneeeule

Bei einigen Arten sind auch die Beine mit Federn bedeckt, was etwas an eine Hose erinnert. Die meisten Arten sind Fleischfresser und jagen lebende Beute. Eine Reihe von Arten ernährt sich aber auch von Aas, die Geier leben fast ausschließlich von Aas.

Die Eulen (Strigiformes) sind eine Ordnung der Vögel, zu der über 130 Arten gezählt werden. Eulen besitzen eine sehr typische Gestalt: Als auf die nächtliche Jagd spezialisierte Vögel unterscheiden sich Eulen von anderen Greifvögeln durch spezifische anatomische Merkmale, wie dem auffällig großen und rundlichen Körper. Während andere Vogelarten in der Regel kleine runde Ohröffnungen haben, zeichnen sich Eulen durch schlitzförmige Ohröffnungen aus, die fast so lang wie die Kopfhöhe sind. Diese Ohröffnungen sind nicht symmetrisch am Kopf angeordnet und die rechte Ohröffnung liegt etwas höher.

Falke

Viele Eulen haben außerdem einen optisch auffallenden Gesichtsschleier, der den Schall in Richtung ihrer Ohren lenkt. Gemeinsam mit den Federohren dient der Gesichtsschleier im Feind- und Sozialkontakt auch dazu, Stimmungen auszudrücken, und ist aus diesem Grunde auch häufig auffällig gefärbt.